Wer eine Rechnung nicht bezahlt hat, bekommt es mit einem Inkassounternehmen zu tun. In der Regel fällt neben der eigentlichen Forderung auch noch eine Gebühr an. Doch es gibt unseriöse Dienstleister, die nur abzocken wollen. Eine Webseite zeigt, mit wem man es zu tun hat.

Inkassounternehmen ist nicht gleich Inkassounternehmen

Inkassounternehmen ist nicht gleich Inkassounternehmen. Denn in Deutschland dürfen nicht alle Inkassobüros offene Forderungen für Dritte eintreiben, egal, wie seriös der Briefkopf erscheint. Gestattet ist dies nur Rechtsanwälten oder registrierten Inkassounternehmen.

Rechtsdienstleistungsregister.de

Haben Verbraucher Zweifel, können sie die Registrierung im Internet überprüfen: In Deutschland zugelassene Inkassounternehmen sind auf der Seite www.rechtsdienstleistungsregister.de/ zu finden. Hier können Verbraucher über den Link „Restrierung suchen“ in einer Eingabemaske mehrere Merkmale eingeben, die sie über das Inkassobüro wissen. Das kann das Bundesland sein, in dem das Inkassounternehmen seinen Sitz hat, die zuständige Registrierungsbehörde, aber auch der Name oder die Adresse und ein Aktenzeichen.

Alternativ können Verbraucher bei der zuständigen Aufsichtsbehörde nachfragen. Das ist je nach Bundesland das Amts- oder Landgericht, in dem das Inkassobüro seinen Sitz hat.

Gebühren erst nach Vorliegen des Verzuges

Wichtig für Empfänger: Die erste Mahnung muss der Gläubiger in der Regel verschicken. Lagert er schon diese auf ein Inkassounternehmen aus, kann er diese Kosten nicht auf den Schuldner übertragen, erklärt der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen. Erst nach Vorliegen des Verzuges kann der Gläubiger GEbühren vom Schuldner verlangen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der Schuldner die Forderung nach der ersten Mahnung immer noch nicht beglichen hat. Erst dann muss er auch die Gebühren eines Inkassounternehmens übernehmen.

Wie reagieren Sie auf einem Inkassoschreiben?

Ist die Forderung richtig, dann müssen Sie zahlen. Wenn Sie bei Erhalt der Rechnung bereits widersprochen haben, sollten Sie darauf verweisen und mitteilen, dass Sie die Rechnung nicht zahlen werden.

Wenn die Rechnung nicht richtig ist und Sie haben noch nicht widersprochen, dann reagieren Sie sofort. Das Inkassounternehmen teilen Sie mit, warum die Rechnung nicht in Ordnung ist und warum Sie widersprechen.

Bei einer unberechtigten Rechnung sollten Sie die Rechnungsbetrag nicht bezahlen, denn das könnte als Anerkenntnis gewertet werden. Auch Ratenzahlungen sollten Sie nicht unterzeichnen. Damit erkennen Sie die Forderung dann auch an und bei einem Rechtsstreit werden Sie den Prozess verlieren.

Quelle: DATAC AG

 

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