Wer Gegenstände ankauft, um sie über Ebay zu versteigern, übt eine gewerbliche Tätikgeit aus. Das hat die Folge, dass das Finanzamt die Gewinne besteuert und Umsatzsteuer verlangt (BFH, Urteil v. 26.04.2012 – V R 2/11). Doch bei der Umsatzsteuer gibt es drei Besonderheiten zu beachten:

1. Kleinunternehmer

Betragen die Verkaufserlöse pro Jahr nicht mehr als 17.500 Euro kann der Unternehmer nach § 19 UStG die Registrierung beim Finanzamt als Kleinunternehmer beantragen. Folge: Es fällt keine Umsatzsteuer an, dafür ist aber auch der Vorsteuerabzug aus den Eingangsrechnungen nicht möglich.

Schauen Sie sich zu diesem Thema mein Video „Umsatzsteuerpflicht oder Kleinunternehmerregelung“ an!

Umsatzsteuerpflicht oder Kleinunternehmerregelung

2. Vorsteuer dagegen rechnen

Rechnet das Finanzamt aus den Verkaufserlösen die Umsatzsteuer heraus, kann der Unternehmer die Vorsteuer aus seinen Einkaufsrechnungen dagegen rechnen. Dadurch kann es sogar zu Erstattungsansprüchen kommen. Voraussetzung ist, dass die Eingangsrechnungen aufbewahrt werden.

3. Differenzbesteuerung

Wer nur gebrauchte Gegenstände von Privatleuten ankauft und wieder versteigert, kann die Differenzbesteuerung beantragen. Vorteil: Die Umsatzsteuer wird nur aus dem Differenzbetrag zwischen An- und Verkaufspreis herausgerechnet.

Quelle „Wer online handelt, wird schnell umsatzsteuerpflichtig“: Haufe

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