Kontaktloses Bezahlen ist weltweit im Kommen. In den USA, China, Japan und auch in europäischen Ländern nehmen die kontaktlosen Zahlungen stetig zu. Zuletzt haben Aldi Nord und Lidl das „Zahlen im Vorbeigehen“ für Kreditkarten und Smartphone eingeführt.

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Zahlen im Vorbeigehen

Jeder kennt den Stress an der Supermarktkasse, wenn die Einkäufe noch eingetütet werden müssen, während die Kassiererin auf die Zahlung wartet. Mit dem kontaktlosen Bezahlen gehört das der Vergangenheit an. In den USA, China, Japan und auch in vielen europäischen Ländern nehmen kontaktlose Zahlungen rapide zu. Selbst in Deutschland springen immer mehr Unternehmen auf den neuen Trend auf. Aldi Süd war der Vorreiter, zuletzt haben Aldi Nord und Lidl das „Zahlen im Vorbeigehen“ für Kreditkarten und Smartphone eingeführt.

Was bedeutet kontaktloses Bezahlen?

Kontaktloses Bezahlen heißt: ohne Bargeld, ohne PIN-Eingabe oder Unterschrift einkaufen. Die spezielle Kredit- oder Girokarte wird an ein NFC-Kartenlesegerät gehalten, um die Summe zu begleichen. Ob Ihre Kreditkarte das kann, erkennen Sie an einem kleinen Funksystem in der Ecke. Der gesamte Bezahlvorgang dauert so nur noch wenige Sekunden. Wichtig zu wissen: Bei Beträgen über 25 Euro wird zur Sicherheit trotzdem die PIN abgefragt.

Die Vorteile liegen also klar auf der Hand: Kontaktloses Bezahlen ermöglicht es, schnell und praktisch die kleinen Einkäufe des Alltags zu erledigen.

Wie funktioniert es?

Beim kontaktlosen Bezahlen geht es um den Austausch der relevanten Daten zwischen der Geldkarte (aber auch dem Smartphone oder der Smartwatch) und dem Kartenlesegerät, ohne die Kartestecken zu müssen. Möglich wird das mithilfe der Near Field Communication (NFC), zu Deutsch Nahfeldkommunikation. Das Besondere an dieser Technologie ist nämlich, dass die zwei Kommunikatoren sehr nah aneinander gehalten werden müssen. Maximal vier Zentimeter darf die Kreditkarte von dem Terminal entfernt sein, sonst können die Daten, wie zum Beispiel Kartennummer und Ablaufdatum, nicht gelesen werden.

Ist kontaktloses Bezahlen sicher?

Banken und Kreditkarteninstitute verweisen darauf, dass kontaktloses Bezahlen genauso sicher ist wie eine gewöhnlich Zahlung mit einer Karte, die im Lesegerät gesteckt werden muss. Zudem gelten dieselben Datenschutzbestimmungen. Bisher sind jedoch auch schon Fälle gemeldet worden, in denen mit speziell programmierten Smartphones Kartennummer und Ablaufdatum der Zahlungsmittel ausgespäht wurden. Solche Informationen reichen jedoch in Deutschland nicht aus, um dem Kartenbesitzer Schaden zuzufügen.

Ein weiteres wichtiges Sicherheitsthema ist der Datenschutz. Jeder, der bargeldlos bezahlt, gibt Informationen preis, mindestens die Einkaufssumme, die Uhrzeit, den Ort, vielleicht sogar auch, was wir gekauft haben. Es liegt im Vertrauen in die eigene Hausbank und die technischen Provider, dass diese Daten sicher aufgehoben werden.

Das Risiko, dass es zu Hackerangriffen kommt, ist zwar dank vieler Sicherheitsvorkehrungen nicht besonders hoch, aber es ist vorhanden.

Was passiert bei Verlust der Karte?

In solchen Fällen ist es ratsam, sofort die Karte sperren zu lassen. Bei Schäden, die bis zur Sperrung erfolgen, haftet unter 25 Euro meist sowieso die Bank. Bei höheren Beträgen liegt die Verantwortung bei dem jeweiligen Händler, vor allem, wenn dieser sich nicht an Sicherheitsvorschriften gehalten hat.

Darüber hinaus haben viele Banken, die kontaktloses Bezahlen eingeführt haben, ein maximales Limit für solche Zahlungen festgelegt. Kunden sind somit recht gut abgesichert. Häufig gibt es heutzutage die Möglichkeit, sich bei getätigten Transaktionen per SMS-Service oder in einer App informieren zu lassen.

Auch wenn Deutschland weit hinter anderen Ländern bei der Akzeptanz von NFC-basierten Zahlungsmitteln liegt, so wachsen auch hier der Zuspruch und das Interesse an der neuen Art zu bezahlen. Fachkreise gehen davon aus, dass spätestens bis 2020 Geldkarten nicht mehr gesteckt werden.

Quelle: DATAC AG

 

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