Das Bundesfinanzministerium hat ein Gesetz zur steuerlichen Förderung der Elektromobilität im Straßenverkehr beschlossen. Die lohnsteuerliche Förderung setzt dabei allem beim Strombezug sowie bei der Schaffung neuer Ladestellen an. Die Regelungen gelten zunächst befristet für den Zeitraum 1. Janaur 2017 bis 31. Dezember 2020 und stellen sich wie folgend dar.

Aufladen von privaten Elektroautos und Dienstfahrzeugen beim Arbeitgeber

Ab 2017 werden vom Arbeitgeber gewährte Vorteile für das elektrische Aufladen eines privaten Elektrofahrzeugs oder Hybridelektrofahrzeugs des Mitarbeiters im Betrieb des Arbeitgebers nach § 3 Nr. 46 EStG steuerbefreit. Bisher löst das kostenlose oder verbilligte Aufladen von Elektro- und Hybridelektrofahrzeugen im Betrieb des Arbeitgebers einen lohnsteuerpflichtigen Sachbezug aus.
Die Steuerbefreiung gilt auch für das Betanken des vom Arbeitgeber überlassenen Firmenwagens. Während bei der 1%-Regelung der vom Arbeitgeber gestellte Ladestrom ohnehin durch den Ansatz des pauschalen Nutzungswerts abgegolten ist, werden jetzt auch Firmenwagen bei Anwendung der Fahrtenbuchmethode in die Steuerbefreiung einbezogen.

Vorteile auch für Leiharbeiter

Im Gesetzesbeschluss wurde der Begriff „im Betrieb des Arbeitgebers“ präzisiert. Dieser umfasst auch verbundene Unternehmen. Die Steuerbefreiung gilt damit auch für Leiharbeitnehmer im Betrieb des Entleihers.

Anschaffung einer Ladevorrichtung

Das Gesetz sieht auch eine Lohnsteuer-Pauschalierung für die Anschaffung einer Ladevorrichtung vor. Der Arbeitgeber hat für den geldwerten Vorteil aus der Übereignung von Ladestationen die Möglichkeit der Pauschalbesteuerung mit dem festen Steuersatz von 25 % (§40 Abs. 2 Nr. 6 EStG). Die Leistung bleibt dann auch sozialabgabenfrei. Dies gilt auch für Zuschüsse des Arbeitgebers die er für den Erwerb und die Nutzung einer Ladevorrichtung durch den Arbeitnehmer zahlt.
Dagegen bleibt die leihweise Überlassung einer Ladevorrichtung durch den Arbeitgeber zur privaten Nutzung in vollen Umfang lohnsteuerfrei.

Keine Gehaltsumwandlung

Sowohl die Steuerfreistellung als auch die Pauschalierung der steuerpflichtigen Leistungen des Arbeitgebers mit 25 % setzen voraus, dass diese Leistungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht werden. Eine Gehaltsumwandlung ist also nicht möglich.

Das normale E-Bike ist nicht förderfähig

Eine ebenfalls diskutierte Einbeziehung von Elektrofahrrädern in die Steuerbefreiung ist nicht umgesetzt worden. Begünstigt sind damit nur solche Zweiräder, die verkehrsrechtlich als Kraftfahrzeuge einzustufen sind. Hierunter fallen Elektrofährräder, deren Motor auch Geschwindigkeiten über 25 km/h unterstützt. Das normale E-Bike ist dagegen als Fahrrad einzorden.

Quelle: DATAC AG

 

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