Damit Sie mit Ihrem Unternehmen überleben können, ist es zwingend notwendig, dass Sie jederzeit liquide sind. Vor allem der Kleinunternehmer ist davon schnell betroffen. Wenn er keine liquiden Mittel mehr besitzt, dann muss er sogar sein Unternehmen abmelden.

Darum ist es für Existenzgründer und auch für alteingesessene Unternehmer ganz wichtig, die Entwicklung seiner flüssigen Mittel zu kennen. Und das ist nicht nur wichtig für den heutigen Tag, sondern auch für morgen und übermorgen, sogar für den nächsten Monat bzw. die nächsten 12 bis 15 Monate.

Machen Sie das nicht wie einige Unternehmer, die sich nach ihren aktuellen Bankauszug orientieren. Das kann „tödlich“ sein. Wenn Ihre Kunden nicht sofort zahlen und feste Abbuchungen Ihrem Konto belasten, kann Ihr Kontokorrentkredit das nicht mehr auffangen.

LiquidittFrühwarnsystem

Damit Ihnen das nicht passiert, benötigen Sie ein Frühwarnsystem. Ein Liquiditätsplan warnt Sie vor liquiden Engpässen und Sie können früh genug Maßnahmen einleiten, dass Sie liquide bleiben. Mit dem Liquiditätsplan haben Sie Informationen über die Zahlungsströme und die daraus resultierende Liquidität für die kommenden Monate.

Wenn Ihr Liquiditätsplan einmal erstellt ist, kann er fortlaufend weitergeführt werden. Änderungen können Sie leicht und flexibel anpassen. Frau Cornelia Niklas hat ein Liquiditätsplan in Form einer Exceltabelle erstellt. Diese stelle ich Ihnen zur Verfügung. Hier können Sie diese in Form einer xls- oder xlsx-Datei downloaden:

Erstellen eines Liquiditätsplans

Normalerweise wird ein Liquiditätsplan für ein Jahr aufgestellt, die in 12 Monaten aufgeteilt werden. Wenn Sie jetzt mitten im Jahr damit anfangen, dann machen Sie das einfach bis zum Ende dieses Jahres. Die Planung für das nächste Jahr sollten Sie nicht am 31.12. erstellen, sondern weit im Voraus.

Wenn Ihr Unternehmen auf einen schwierigen Kurs ist und Sie tüchtig kämpfen müssen, damit das Schiff (Ihr Unternehmen) nicht untergeht, können Sie Liquiditätsplanungen in Wochen- oder sogar Tagesmodus erstellen. Nur so können Sie das Schiff (Ihr Unternehmen) wieder auf Kurs bringen, denn wöchentlich oder täglich kennen Sie Ihre Liquidität sehr genau und Sie wissen jederzeit, welche Maßnahmen Sie ergreifen können bzw. müssen.

Schauen Sie sich die Exceltabelle „Liquiditätsplan“ genau an. Rechnen Sie Beispiele und spielen damit rum, damit Sie auf die errechneten Zahlen vertrauen können, die Sie später mit Ihren Unternehmenszahlen eingeben.

Wenn Sie Schwierigkeiten haben die Exceltabelle auszufüllen und die Erkenntnisse daraus nicht verstehen, dann kontaktieren Sie mich. Ich helfe Ihnen gerne! Dabei werde ich Ihnen die Zusammenhänge aufzeigen und Vorschläge unterbreiten, welche Maßnahmen Sie einleiten sollten, um wieder liquide zu werden. Fordern Sie meine Hilfe per E-Mail info@lifos-gmbh.de.

Maßnahmen zur Liquiditätssicherung

Bei Maßnahmen zur Liquiditätssicherung muss immer auf die individuelle Situation des Unternehmens eingegangen werden. Eine Lösung von der „Stange“ gibt es nicht! Darum stelle ich jetzt einige Varianten von möglichen Maßnahmen vor.

Im Durchschnitt verlieren 70 Prozent aller Unternehmen 1 Prozent ihrer Umsätze durch Forderungsausfälle. Das hört sich nicht viel an. Doch für Existenzgründer und Kleinunternehmer kann dieser ein Prozent elementar sein. Wenn Sie über diese Quote sind, dann müssen Sie sehr schnell Maßnahmen ergreifen, damit Sie wieder darunter kommen. Das kann u. U. existenzbedrohend sein!

Aus diesem Grunde stelle ich jetzt nur einige Maßnahmen vor, die sich mit der Sicherung von Forderungen beschäftigt.

Maßnahme 1: Rechnungsstellung optimieren

Eine Rechnung sollte termingerecht erstellt werden und inhaltlich korrekt sein. Am besten sofort beim Warenversand oder nach Ihrer Dienstleistung sofort die Rechnung erstellen und sofort absenden. Wann ist eine Rechnung inhaltlich korrekt? Das sehen sie hier: Wie muss meine Rechnung aussehen?

Maßnahme 2: Optimieren sie die Zahlungsmodalitäten mit Ihren Kunden

Vereinbaren Sie mit Ihren Kunden eine Anzahlung oder eine Vorauszahlung, wenn Sie in Vorkasse gehen müssen, z. B. bei Bauprojekten und Innenausbauten.

Bei Großaufträgen müssen Sie sogar eine Abschlagszahlung vereinbaren, ansonsten können Sie in einem Fiasko enden.

Zu bestimmten Zeitabschnitten (z. B. abgeschlossener Projektschritt) können Sie Teilrechnungen vereinbaren. Sie sollten es tunlichst vermeiden, lange Zeit in Vorleistung zu gehen, bevor nach einer langen Frist ein Zahlungseingang erfolgt.

Nebenkosten wie z. B. Fahrtkosten etc. sollten Sie auch in Rechnung stellen. Sie können auch Anfahrtspauschalen verwenden.

Maßnahme 3: Forderungssicherung (Forderungsmanagement)

Prüfen Sie bei Neukunden die Bonität. Ganz wichtig ist das, wenn es um hohe Auftragssummen geht. Bei schlechter Bonität verlangen Sie Vorkasse oder eine Bankbürgschaft.

Informieren sie sich über Ihren Kunden, vor allem über sein bisheriges Zahlungsverhalten.

Überwachen Sie kontinuierlich Ihre Zahlungseingänge. Ihre Außenstände müssen Sie ganz genau kennen. Arbeiten Sie mit OP-Listen (offene Postenlisten).

Legen Sie fest, wann Sie offene Rechnungsbeträge anmahnen wollen und halten Sie das konsequent durch. Sie sollten auch festlegen, wann Sie Ihre Kunden telefonisch kontaktieren wollen und ihn auf die offenen Posten anzusprechen. Evtl. können Sie eine Ratenzahlung anbieten, wenn der Kunde nicht in einer Summe zahlen kann.

Denken Sie darüber nach, ob Ihnen professionelle Unternehmen beim Eintreiben Ihrer Forderungen helfen können, z. B. Inkassofirmen.

In einigen Fällen ist es ratsam, Ihre Forderungen zu verkaufen an Factoringgesellschaften. Der Vorteil ist, dass Sie innerhalb von 48 Stunden den Rechnungsbetrag erhalten, allerdings zuerst 80 % und 20 % später. Die Kosten dafür fangen mit 5 % der Forderungssumme an und werden immer geringer, umso höher die Umsätze werden.

Maßnahme 4: Vorräten und Lieferantenbeziehungen optimieren

  • Lagerbestände überprüfen
  • Optimieren Sie die Vorratshaltung
  • Rahmenaufträge nutzen
  • Skonto verhandeln
  • Boni vereinbaren

Maßnahme 5: Optimierung Ihrer Kostenplanung und Organisation

  • Vernachlässigen Sie nicht Ihre Kostenplanung
  • Minimieren Sie ungeplante Ausgaben
  • Stellen Sie eine effiziente Reklamationsbearbeitung sicher

Maßnahme 6: Planen Sie Ihre Privatentnahmen und schaffen Sie Gewinnrücklagen

  • Damit keine finanziellen Engpässe auftauchen, sollten Sie frühzeitig Gewinnrücklagen bilden.
  • Vereinbaren Sie mit sich selbst Ihr monatliches Gehalt (monatliche Privatentnahmen). Ungeplante Privatentnahmen sollten Sie auf jeden Fall vermeiden. Das geht meistens auf Kosten der Liquidität. Und diese sollten Sie unbedingt schonen.

Quelle: Cornelia Niklas

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