Es kommt immer wieder vor, dass für Leistungsbezüge an das Unternehmen die Rechnungen an Mitarbeiter adressiert werden. Rechtfertigen diese Rechnungen den Vorsteuerabzug?

umsatzsteuervoranmeldung

Vorsteuerabzug aus Rechnung größer 150 Euro brutto

Der Vorsteuerabzug ist nur möglich, wenn alle Rechnungsangaben des § 14 UStG vorhanden und zutreffend sind.

Wird auf einer Rechnung die Privatadresse eines Mitarbeiters angegeben, so ist das Unternehmen nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt, da

  • Leistungsempfänger unzutreffend bezeichnet und
  • nicht die Firmenadresse des Leistungsempfängers angegeben ist.

Vorsteuerabzug aus Rechnung bis 150 Euro brutto

Nach § 33 UStDV sind in Rechnungen, deren Gesamtbetrag 150 Euro nicht übersteigt (Kleinbetragsrechnungen), abweichend von § 14 Abs. 4 UStG nur bestimmte Angaben erforderlich. Dabei handelt es sich um eine Erleichterung, die der Rechnungsaussteller in Anspruch nehmen kann oder nicht.

Werden durch die Rechnungsaussteller trotzdem weitere Angaben – wie z.B. die Adresse des Leistungsempfängers aufgenommen – dann erfolgt dies freiwillig. Trotz Freiwilligkeit müssen diese Angaben aber zutreffend sein.

Sollte eine unzutreffende Adresse oder gar ein unzutreffender Leistungsempfänger (z.B. Arbeitnehmer) angegeben sein, dann rechtfertigt die Rechnung keinen Vorsteuerabzug.

Quelle: Steuernews Steuerseminare Graf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kostenloses Video: Unternehmerfitness + Ebook: Das Büro der Zukunft

Tragen Sie einfach hier Ihren Namen und Ihre E-Mail Adresse ein:

Ich gebe Ihre Daten nicht an Dritte weiter und sende Ihnen keinen Spam!