Gronkh, DagiBee, LeFloid – diese Namen sind heutzutage fast jedem Jugendlichen ein Begriff. Sie haben es geschafft, ihre Hobbys über YouTube zum Beruf zu machen. Vielen sind sie hierbei ein Vorbild.

Mit YouTube-Videos Geld verdienen

Durch die immer weiter voranschreitende Digitalisierung des Alltags wird es Heranwachsenden schmackhaft gemacht, ihren YouTube-Helden nachzueifern. Das zu tun, was man liebt, dadurch sein täglich Brot verdienen und das auch noch vom heimischen PC aus: wer hätte darauf denn nicht Lust? Doch wie funktioniert das eigentlich? Kann ich das durch YouTube eingenommene Geld einfach für mich behalten? Hier findet ihr eine Übersicht der Aspekte, die jedes angehende YouTube-Sternchen bei den Steuern zu beachten hat.

Was muss ich bei den Einnahmen beachten?

Ihr habt eure ersten Videos veröffentlicht, die monetisiert werden und freut euch sicherlich auf die ersten Einnahmen, die ihr durch euren YouTube-Kanal erzielt habt. Doch hier ist Vorsicht geboten. Eure Einnahmen entsprechen nicht gleich dem erzielten Gewinn.

Zuerst gilt es zu beachten, dass man für die Veröffentlichung gelungener Videos qualitativ hochwertige Hard- und Software sowie nötiges technisches Knowhow benötigt. Eine Videokamera, ein leistungsstarker Computer, kostenpflichtige Tutorials – all das muss bezahlt werden. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass am Anfang die Verluste die Einnahmen überschreiten.

Steuern

Man sollte sich hierdurch nicht entmutigen lassen. Der Weg ist zwar steinig und lang, aber mit dem nötigen Durchsetzungsvermögen wird schon bald ein Gewinn in eurer persönlichen Bilanz auftauchen.

Einkommensteuer

Sobald dies der Fall ist, müsst ihr euch mit dem Thema Einkommenssteuer auseinandersetzen. In diesem Fall handelt es sich um eine Steuerbelastung von 0% bis 42%. Ab einem Gewinn von 250.000 € steigt der Progressionssatz von 42 % auf 45 %. Im Volksmund nennt man diesen Progressionssatz die Reichensteuer (siehe dazu diesen Finanztipp: Reichensteuer und Spitzensteuersatz)

Grundfreibetrag

Für euch ist es wichtig, den Grundfreibetrag der Einkommenssteuer stets im Auge zu behalten. Dieser wird im Jahre 2018 bei 9.000 € für Ledige (18.000 € für Verheiratete) liegen. Überschreitet euer Gewinn diese Grenze, so müsst ihr diesen versteuern (siehe dazu diese Tabelle: Einkommensteuer Grundtabelle 2017).

Gewerbesteuer

Zu versteuern ist hierbei der Gewerbeertrag (Gewinn). Personengesellschaften und Einzelunternehmen zahlen erst Gewerbesteuer, wenn der Gewerbesteuerfreibetrag in Höhe von 24.500 € überschritten wird.

Anhand der Gewerbesteuerrechner könnt ihr die Gewerbesteuer selber ausrechnen (siehe Gewerbesteuerrechner 2018).

Umsatzsteuer 

Wenn der Jahresumsatz unter der Grenze von 17.500 € liegt, kann die Kleinunternehmerregelung in Anspruch genommen werden (siehe Wer Online handelt, wird schnell umsatzsteuerpflichtig). 

Liegt der Jahresumsatz über die o.g. Grenze, ist der Unternehmer umsatzsteuerpflichtig.

 

Das alles wirkt vielleicht erstmal ziemlich kompliziert, mit etwas Übung wird das Ganze euch aber leicht von der Hand gehen, keine Sorge!

 

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