Viele junge Unternehmen wirtschaften mit Volldampf ins Blaue und leiden z. B. unter mangelnder Liquidität, zu hohen Kosten oder darunter, nicht genügend (neue) Kunden für ihre Produkte oder Dienstleistungen zu finden und folglich zu wenig Umsatz zu machen.

Erst wenn Gläubiger Mahnbescheide schicken, fragt sich so mancher Unternehmer: Was habe ich falsch gemacht? Was hätte ich vermeiden oder anders machen können? Nun beginnt die Suche nach den Ursachen für die Probleme. Das ist Kontrolle. Durch Kontrolle analysiert man Vergangenes. Das ist zweifellos wichtig, reicht aber nicht. Wichtiger ist Kontrolle im Voraus. Rückblickende Kontrolle und Kontrolle im Voraus zusammen sind Controlling.

Für eine erfolgreiche Unternehmensführung ist ein systematisches Controlling unerlässlich. Es liefert Ihnen unternehmensbezogene Daten, auf deren Grundlage Sie erst systematisch planen und entscheiden können.

Controlling beginnt in der Buchführung

Kernstück für das Controlling von Unternehmen ist eine professionell strukturierte Buchführung. Neben der Dokumentation der Geschäftsvorfälle dient diese auch als betriebswirtschaftliches Steuerungsinstrument. Je schneller geschäftliches Handeln im Rechnungswesen Niederschlag findet, desto höher ist der Wert der Informationen, die sich daraus für die Unternehmensführung ergeben.

Der Controller: Lotse im Unternehmen

Der Controller ist in Unternehmen der interne Unternehmensberater. Er sammelt Informationen aus allen betrieblichen Bereichen, erarbeitet Unternehmensziele, plant Maßnahmen, um die Ziele zu erreichen, analysiert, warum Ziele nicht erreicht wurden, macht Vorschläge für angepasste Ziele und veränderte Maßnahmen.

Controlling ist Chefsache

In größeren Unternehmen ist der Unternehmer der verantwortliche Kapitän, der Controller fungiert als Lotse. In Kleinunternehmen ist der Unternehmer selbst dieser Controller. Wenn Sie Hilfe beim Controlling suchen, bietet sich hier ein externes Beratungsunternehmen an. Generell gilt aber immer: Controlling ist Chefsache. Auch wenn man einen Controller beschäftigt, ob intern oder extern: Er hat immer nur eine beratende Funktion. Entscheiden muss die Chefin oder der Chef.

Controlling ist Planung

Zum Controlling gehört eine langfristige Unternehmensplanung (Strategisches Controlling). Sie beschreibt, wohin sich Ihr Unternehmen entwickeln soll. Was wollen Sie langfristig erreichen? Dazu kommt, entsprechend konkrete Maßnahmen zu planen (Operatives Controlling).

Beispiele: Was genau ist erforderlich, damit die Personalkosten langsamer steigen als der Umsatz? Was muss man tun, damit Forderungsausfälle stärker reduziert werden können?

Controlling ist Steuerung

Controlling ist zuständig für die „Marschroute“ und eine kontinuierliche Verbesserung im Unternehmen. Die Instrumente des Controlling-Systems lassen sich vergleichen mit den Instrumenten im Cockpit eines Flugzeugs. Der Pilot gibt Ziel-Werte in das Navigationssystem ein, die er dann laufend mit den Ist-Werten abgleichen muss. Je nach Position muss er dann den Kurs korrigieren.

Controlling ist Kontrolle

Aufgabe des Controllings ist es, festzustellen, ob die gesteckten Ziele erreicht worden sind oder nicht, wo man Abweichungen von diesen Zielen erkennen kann und welches die Gründe für diese Abweichungen sind.

Zentrale Controlling-Aufgabe: die Finanzplanung

Eine besonders sensible und deshalb „pflegebedürftige“ Größe des Unternehmens ist sein Finanzplan. Er soll insbesondere den unternehmerischen Erfolg (Rentabilität) berechnen und sicherstellen, dass das Unternehmen jederzeit seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann (Liquidität). Gerade das Liquiditäts-Controlling sollte nicht erst bei akuten Liquiditätskrisen oder auf Drängen der Hausbank eingeführt werden.

Controlling und Existenzgründung

Gründerinnen und Gründer müssen, um eine finanzierende Bank für ihr Gründungsvorhaben zu finden, im Rahmen ihres Businessplans eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) bzw. eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung (GuV) mit den erwarteten Kosten und Umsätzen und einer Plan-Bilanz vorlegen, und zwar für einen Zeitraum von in der Regel drei Jahren.

Um den Erfolg der Geschäftsentwicklung zu ermitteln, sollten Sie diese Soll-Zahlen des Businessplans immer wieder mit den tatsächlichen Ist-Zahlen abgleichen. Dies geschieht am besten im Rahmen einer Betriebswirtschaftlichen Auswertung (BWA) mit Unterstützung des Steuerberaters (monatlich oder quartalsweise, je nachdem, wann die Umsatzsteuer fällig ist).

Controlling und Rating

Banken müssen zukünftig bei der Kreditvergabe die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens noch genauer prüfen. Dazu dient das so genannte Rating. Dabei achten die Banken vor allem darauf, ob die Unternehmen ihre Controlling-Hausaufgaben gemacht haben. Damit ist gemeint:

  • Gibt es über die wirtschaftlichen Verhältnisse des Unternehmens Aufzeichnungen und Auswertungen?
  • Werden Planungs-und Auswertungsinstrumente des Controllings eingesetzt?
  • Sind alle Aufzeichnungen und Auswertungen geordnet, übersichtlich, verständlich?

 Quelle: BMWI

 

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