Rentabilität bedeutet, dass Sie mit ihrem Unternehmen Ihre (privaten und betrieblichen) Kosten gedeckt und darüber hinaus einen akzeptablen Gewinn erwirtschaftet haben.

Verzinsung des Kapitals

Für größere Unternehmen heißt Rentabilität weitaus mehr. Hier geht es darum, welche Rendite (welche Verzinsung) das investierte Kapital des Unternehmers bzw. des Unternehmens erreicht.  Investiert man z.B. 250.000 Euro, dann bedeuten 50.000 Euro Gewinn eine Verzinsung des Kapitals von 20 Prozent. Wurden die 50.000 Euro dagegen mit 500.000 Euro verdient, ist lediglich eine Verzinsung von 10 Prozent erreicht worden. Die Frage, welches Ergebnis besser ist, ist damit leicht beantwortet.

Wie hoch muss die Rentabilität sein?

Welche Kapitalrentabilität – also das Verhältnis von eingesetztem Kapital und seiner Verzinsung – erreicht werden kann, hängt von vielen Faktoren ab, z. B. vom Entwicklungsstadium des Unternehmens, von der Branche und vom Marktanteil des Unternehmens. Es ist normal, dass die Rentabilität in der frühen Phase nach der Gründung noch verhältnismäßig gering ist und erst nach und nach, mit zu nehmendem Umsatz und optimierter Kostengestaltung, steigt.

Welche Arten von Rentabilität gibt es und was sagen sie aus?

Eigenkapitalrentabilität

Wenn Sie wissen möchten, ob Ihr Unternehmen rentabel arbeitet, müssen Sie Ihre Unternehmensgründung und Unternehmensaktivitäten als Investitionen betrachten. Sie investieren Ihr Kapital in Ihr Unternehmen und erwarten, dass es sich verzinst. Kurz: je höher die Verzinsung desto größer Ihr finanzieller Erfolg.

Ob Sie die Verzinsung Ihres eingesetzten Kapitals als hoch oder niedrig empfinden, hängt zu nächst von Ihren eigenen Erwartungen und Ansprüchen ab. Objektiver aber ist es, einen Vergleichsmaßstab heranzuziehen: Vergleichen Sie, wie viel Erträge Ihr Kapital abwerfen würde, wenn Sie es z. B. bei einer Bank anlegen würden.

Übrigens: Anstatt Kapitalrentabilität wird oft auch die Bezeichnung Rendite und Return on Investment, kurz ROI, verwendet. Die Eigenkapitalrentabilität zeigt die Verzinsung des Eigenkapitals und ist insofern als Unternehmerrentabilität zu verstehen. Es ist wohl die Kennzahl, die von den Unternehmenseigentümern am meisten beachtet wird. Dennoch ist für die wirtschaftliche Beurteilung des Unternehmens die Rentabilität des Gesamtkapitals wichtiger als die des Eigenkapitals, wenn die Unternehmung mit Eigen- und Fremdkapital finanziert ist. Denn ohne Fremdkapital wäre das Unternehmen nicht das, was es ist.

 Gesamtkapitalrentabilität

Die Gesamtkapitalrentabilität gehört zu den wichtigsten Kennzahlen sowohl für den Unternehmer selbst zur internen Beurteilung und Steuerung des Unternehmens als auch für externe Berater, Banken und Gutachter, um das Gründungs- und Entwicklungsvorhaben und deren Verlauf zu beurteilen. Die Gesamtkapitalrentabilität zeigt, wie ertragreich das Unternehmen für die Kapitalgeber, z.B. Banken, insgesamt arbeitet. Sie wird deshalb auch als Unternehmensrentabilität bezeichnet.

Bei der Berechnung von Rentabilitäten werden immer zwei unternehmerische Größen in Beziehung gesetzt. Dabei handelt es sich rein rechnerisch um einen Bruch: Im Zähler steht der Gewinn oder Verlust aus der Gewinn- und Verlustrechnung. Im Nenner werden das Gesamtkapital, das Eigenkapital oder der Umsatz aufgeführt. Die richtige Berechnung der Größen ist das eigentliche Problem der Rentabilitätsermittlung.

Bei der Berechnung der Gesamtkapital- bzw. Unternehmensrentabilität sollten Sie daher u.a. folgende Punkte berücksichtigen:

  • Für die Berechnung der Gesamtkapitalrentabilität kann der Gewinn bzw. Verlust aus der Gewinn- und Verlustrechnung bzw. Einnahmen-Überschussrechnung herangezogen werden. Bei Personengesellschaften und Einzelunternehmen ist der Gewinn nach Abzug der Steuern entscheidend. Bei körperschaftsteuerpflichtigen Kapitalgesellschaften gilt der Gewinn vor Abzug der Steuern.
  • Das für die Berechnung der Rentabilität zugrunde gelegte Kapital sollte auf das betriebsbedingte Kapital (entsprechend dem betriebsnotwendigen Vermögen) beschränkt werden. Nicht betriebsnotwendiges Vermögen wie Wertpapiere und stillgelegte Anlagen muss heraus gerechnet werden.
  • Wichtig ist, die betriebliche und private Nutzung beispielsweise von Fahr zeugen oder Teilen eines Geschäftshauses, in dem sich die Wohnung der Unternehmerfamilie befindet, möglichst genau voneinander zu trennen. Dieser private Nutzungsanteil sollte nicht in die Rentabilitätsrechnung eingehen.
  • Geprüft und ggf. korrigiert werden müssen auch unterbewertete Aktiva wie z. B. Materialbestände oder Fertigprodukte, deren Wert zu niedrig angesetzt wurde. Oder auch zu hohe Rückstellungen auf der Passivseite.
  • Da der aktuelle Kapitalbestand nicht zu jedem Zeitpunkt angegeben werden kann, sollten Sie von einem durchschnittlichen Kapitalbestand eines bestimmten Betrachtungszeitraums (z.B. drei Monate) als Grundlage ausgehen.
  • Der Umsatz (und der Gewinn) kann auf bestimmte Aktivitätsbereiche beschränkt werden, z. B. auf das Kerngeschäft, also etwa auf den Umsatz (und den Gewinn) aus Warenlieferungen und Leistungen (und nicht z. B. aus Vermietung und Verpachtung).

Umsatzrentabilität

Die Umsatzrentabilität lässt sich ermitteln, wenn der Gewinn auf den Umsatz bezogen wird. Die Kennzahl zeigt, wie viel Gewinn der Umsatz einbringt, also z. B. wie viel Cent Gewinn pro abgesetzte Menge bzw. bei Dienstleistungen pro Stunde erzielt wird. Sie ist ein Indikator für die Marktstärke des Unternehmens. Die Umsatzrentabilität wird auch als Umsatzrendite oder Umsatzgewinnrate bezeichnet.

Fazit

Die Gesamtkapitalrentabilität ist nur eine von mehreren Rentabilitäts-Kennzahlen. Darüber hinaus spielen die daraus abgeleitete Eigenkapitalrentabilität und Umsatzrentabilität eine wichtige Rolle für die Analyse und Steuerung des Unternehmens.

Quelle “Rentabel arbeiten – was heißt das?”:  BMWi – Gründerzeiten

 

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