Der Jahreswechsel bringt alle Jahre wieder viele Änderungen im Steuerrecht mit sich. Neben wichtigen Änderungen, die am 1. Januar 2017 in Kraft getreten sind, stellen wir Ihnen nachfolgend auch einige geplante Änderungen vor.

Registrierkassen

Ab 01.01.2017 müssen viele digitale Aufzeichnungsgeräte aufgerüstet sein. Denn bereits mit der sog. Kassenrichtlinie 2010 hat die Finanzverwaltung erhöhte Anforderungen insbesondere an elektronische Kassen festgelegt. Die darin enthaltene Übergangsregelung lief am 31.12.2016 ab.

Neben Registrierkassen sind auch Waagen mit Registrierkassenfunktion, Taxameter oder Wegstreckenzählern betroffen. Alle steuerlich relevanten Einzeldaten müssen unveränderbar und vollständig aufgezeichnet und aufbewahrt werden. Zudem gilt es aber auch die Auswertungs- und Programmierdaten oder erfolgte Änderungen der Stammdaten zu speichern. Das Benutzerhandbuch, Anleitungen, Programmierprotokolle etc. sind aufzubewahren.

Aktuell ist zudem ein sog. Kasengesetz verabschiedet worden. Darin werden die Anforderungen nochmals erhöht, mit dem Ziel, insbesondere eine latent drohende Steuerverkrüzung bei Bargeschäften zu mindern. Diese Änderung werden frühestens ab 2020 Wirkung entfalten.

Bürokratieabbau

Nachdem ein erster Schritt bereits in 2015 getan wurde, soll in 2017 ein weiterer Schritt erfolgen, der die ausufernde Bürokratie etwas zurückdrängen wird. Profitieren vom Zweiten Bürokratieentlastungsgsetz (BEG II) soll vor allem die mittelständische Wirtschaft. Geplant sind:

  • ein Wegfall der Aufbewahrungspflicht für Lieferscheine
  • die Anhebung der Betragsgrenze für eine quartalsweise Abgabe von Lohnsteuer-Anmeldungen von 4.000 auf 5.000 Euro
  • eine Erhöhung des Schwellenwerts für umsatzsteuerliche Kleinbetragsrechnungen von 150 auf 200 Euro
  • eine vereinfachte Fälligkeitsregelung für Sozialversicherungsbeiträge.

Einkommensteuertarif

Der Einkommensteuertarif soll ab 2017 angepasst und damit die sogenannte kalte Progression abgebaut werden. Dazu ist auch eine Erhöhung der persönlichen Grundfreibeträge vorgesehen. In 2017 soll der Grundfreibetrag von 8.652 auf 8.820 Euro steigen.

Dies ist im Gesetz zur Umsetzung der Änderungen der EU-Amtshilferichtlinie und von weiteren Maßnahmen gegen Gewinnkürzungen und -verlagerungen geregelt.

Betriebliche Altersversorgung

Mit einem Gesetz zur Stärkung der betrieblichen Altersvorsorgung und zur Änderung anderer Gesetze (kurz: Betriebsrentenstärkungsgesetz) soll das zweite Standbein der Altersversorgung ausgebaut werden, dies vor allem in kleineren Unternehmen bzw. für Geringverdiener. Dazu sollen künftig in Tarifverträgen reine Beitragszusagen vereinbart und rechtssichere Modelle mit mit einer automatischen Entgeltumwandlung, verbunden mit einer Widerspruchsmöglichkeit (Options- bzw. Opting-Out-Modell), vereinbart werden können. Für alle externen Durchführungswege ist eine einheitliche prozentuale Grenze für die Steuerfreiheit geplant. Diese wird 7 % der Beitragsbemessungsgrenze betragen.

Durch sozialrechtliche Anreize soll die betriebliche Altersversorgung für Geringverdiener künftig attraktiver sein. So könnte diese nicht mehr voll auf die Grundsicherung im Alter angerechnet werden. Auch wird es dazu eine steuerliche Förderung bei den Arbeitgebern geben. Dieser Förderung wird 30 % des zusätzlichen Arbeitgeberbeitrags, höchstens 144 Euro im Kalenderjahr betragen.

Geplant ist zudem, die Riester-Rente zu vereinfachen und zu optimieren sowie die Grundzulage auf 165 Euro zu erhöhen.

Quelle: DATAC AG

 

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