Gerade noch in der Mensa, dann noch schnell zum Prof und schon wieder bei irgendjemandem zu Hause am Schreibtisch in irgendeiner Lerngruppe. Das Studentenleben ist mitunter hektisch und manchmal auch sehr kompliziert. Woran kaum einer der Studenten denkt, ist die eigene Steuererklärung. Dabei ist sie oft einfacher als die nächste Seminararbeit.

Muss ich das BAföG versteuern?

Im Jahr 2015 erhielten knapp 610.000 Studenten in Deutschland das sogenannte BAföG. BAföG steht für Bundesausbildungsförderungsgesetz und ist im Prinzip ein zinsloser Studienkredit. Das BAföG soll dazu dienen, dass Studenten ihren Lebensunterhalt bestreiten können und ist komplett steuerfrei. Die Fördergelder werden auch nicht als Einkommen in die Steuererklärung eingetragen. Bereits seit den Siebzigern gibt es diese steuerfreie Unterstützung für angehende Akademiker in Deutschland.

Und was ist mit dem Meister-BAföG?

Das Aufstiegs-BAföG, oder auch Meister-BAföG genannt, wird vornehmlich für die Finanzierung der Ausbildungskosten verwendet und muss in diesem Fall als Einkommen in der Steuererklärung angegeben werden. Diese werden zur Werbungskosten für das jeweilige Steuerjahr. Die „normalen“ Studenten bekommen kein Aufstiegs- oder Meister-BAföG und können diese Regel somit nicht für sich beanspruchen.

Ist die Rückzahlung des BAföG steuerlich absetzbar?

Aufgrund der Tatsache, dass das BAföG ein zinsloser Kredit ist, kann auch bei der Rückzahlung kein Anspruch auf eine steuerliche Rückzahlung stattfinden. Falls jedoch statt des BAföG ein Studienkredit oder -darlehen einer Bank in Anspruch genommen wurde, können die Zinsen steuerlich abgesetzt werden. Mehr dazu im nächsten Beitrag über Studenten und Steuern.

Studenten und Steuern – Studienkredite sind steuerlich relevant

Das Studentenleben ist voll mit Verpflichtungen aber auch mit vielen Freiheiten. Die relativ freie Bestimmung des Stundenplans lässt oft genug Platz für viele Freizeitaktivitäten auf dem Campus. Einige Studenten jedoch können froh sein, wenn sie nach Monaten in der Bibliothek mal mehr als 30 Minuten Tageslicht bekommen. Sich dann auch noch um die eigenen Steuern zu kümmern, kann wirklich zur Qual werden. Vieles ist jedoch einfacher als es zunächst scheint.

Wann kann ich meinen Studienkredit absetzen?

Das ist gar nicht so kompliziert: wer einen Studienkredit oder ein Bildungsdarlehen bekommt, kann dieses auch bei der Steuerklärung geltend machen. Die Zinsen auf die Kredite können in vollem Umfang abgesetzt werden. Jedoch ist zu beachten, dass die Tilgungsraten nicht, wie beim BAföG, steuermindernd angegeben werden können.

Bachelor oder Master?

Bei der Versteuerung der Zinsen spielt die Art des Studiums eine Rolle. Wer ein sogenanntes Erststudium macht (in der Regel der erste Bachelorstudiengang) der kann die anfallenden Zinsen nur als Sonderausgaben geltend machen. Menschen, die ein Zweistudium absolvieren, also entweder einen Master machen oder ihr Studium nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung beginnen, können ihre Zinsen als Werbungskosten ganz einfach absetzen.

Zum Schluss das Bundesverfassungsgericht

Mit der Frage, ob ein Masterstudent mehr Vorteile haben darf als ein Bachelorstudent, beschäftigen sich die Experten und Gerichte schon seit einiger Zeit. Mittlerweile ist das Ganze vor dem Bundesverfassungsgericht gelandet. Es wird momentan noch ein Unterschied zwischen Erst- und Zweistudium gemacht. Ein endgültiges Urteil steht noch aus. Das heißt, dass theoretisch auch Erststudenten ihre Kosten für einen Studienkredit als Werbungskosten geltend machen dürfen. Solange kein endgültiges Urteil gefällt ist, sind beide Varianten noch erlaubt.

 

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