Wie jedes Jahr und in jeder Firma kommt Weihnachten mal wieder „ganz plötzlich“. Claudia war diesmal wieder mit der Gestaltung und Planung der Weihnachtsfeier beauftragt. Ihre Grundidee war, dass jede Abteilung sich etwas Besonderes für die Weihnachtsfeier überlegen sollte. Doch das führte zunächst zu einem anderen Ergebnis, als Claudia sich es gewünscht hatte.

Es war der Tag vor der Weihnachtsfeier; Claudia saß in ihrem Büro und wusste nicht weiter. Durch all den Stress und die Hektik der vergangen Wochen hatte sie keine Zeit gefunden, einen Weihnachtsmann für die Feier zu organisieren. Das war die Überraschung, die sie sich gemeinsam mit Marina, ihrer Kollegin, für die Firmenfeier überlegt hatte. Sowas gab es noch nie bei einer Weihnachtsfeier der Firma. Das Problem war nur, dass es gar nicht so einfach war, einen Weihnachtsmann aufzutreiben. Vor allem auf die Schnelle.

„Nun ruf doch mal bei einer Eventagentur an“, schnaufte Marina. Claudia guckte verdutzt und nahm den Hörer vom Telefon ab. „Das ist eine gute Idee!“ entgegnete sie und suchte im Internet nach den Telefonnummern verschiedener Agenturen. Jedoch hatte sie kein Glück. Nach dem fünften Telefonat mit einer Eventagentur musste sie feststellen, dass keiner mehr einen Weihnachtsmann für heute Abend schicken konnte. Claudias Laune wurde immer schlechter. „Die Idee ist wirklich klasse, aber wo bekommen wir einen denn nun Weihnachtsmann her?“, sagte Marina leicht zerknittert.

Wo ist der Weihnachtsmann?

Claudia lehnte sich auf ihrem großen Bürostuhl zurück und überlegte. Ihr Gesicht erhellte sich plötzlich und sie sagte voller Euphorie: „Ich hab‘s! Ich werde einen Weihnachtsmann von der Straße engagieren. Die sind doch alle auf den Märkten und sowas. Irgendeiner hat bestimmt Zeit!“. Marina stimmte ihr zu und es dauerte nur wenige Minuten, da war Claudia schon aus dem Firmengebäude herausgespurtet und machte sich in Windeseile auf in die Innenstadt.

Die Straßen waren voll. Gerade vor Weihnachten war das Gewusel in den Geschäften besonders groß und in vielen Gassen wurde es ganz schön eng. Claudia kämpfte sich durch Menschenmassen hindurch und versuchte einen Weihnachtsmann zu erspähen. In der Fußgängerzone fand sie endlich einen der begehrten Typen mit weißem Bart. Sie eilte zu ihm und sprach den Mann sofort an. „Sorry, aber kann ich Sie kurz etwas fragen? Ich suche verzweifelt einen Weihnachtsmann für unsere Firmenfeier morgen. Haben Sie da Zeit?“

„Wieso rufen Sie nicht bei einer Agentur an oder fragen irgendeinen Studenten?“ raunte der plötzlich nicht mehr ganz so fröhlich aussehende Weihnachtsmann Claudia entgegen. „Das habe ich alles schon versucht und ich bin wirklich verzweifelt.“, antwortete Claudia. Der Nikolaus bekam große Augen. Nach einem kurzen Gespräch einigten sich die beiden doch noch, auch wenn Claudia kurz darüber schmunzeln musste, dass der Mann gerade wohl das Geschäft seines Lebens gemacht hatte. Die beiden tauschten Nummern aus und der Weihnachtsmann ging fröhlich pfeifend seiner Wege. Claudia war ebenfalls überglücklich. Sie hatte einen passenden Weihnachtsmann für die Feier gefunden.

Fast geschafft

Mit anhaltend guter Laune ging sie wieder zurück ins Büro und erzählte Marina von ihrem Erfolg. So einen Weihnachtsmann gab es nun mal noch nie auf einer der Firmenfeiern und die beiden waren sich sicher, damit alle überraschen zu können. Und das kam Claudia auch gerade recht. Die quirlige Frau arbeitete nun schon acht Jahre in dem Unternehmen. Sie kannte alle Mitarbeiter, war sehr beliebt und hatte schon verschiedene Abteilungen durchlaufen. Ihr angestrebtes Ziel war die Assistenz des Geschäftsführers. Darauf arbeitete sie schon lange hin.

Der Arbeitstag ging rasch zu Ende und auch am nächsten Tag schien die Zeit wie im Flug zu vergehen. Claudia hatte alles bis ins kleinste Detail ausgearbeitet und die Location war sehr weihnachtlich geschmückt. Claudia eilte nach Hause, holte ihr Lieblingskleid aus dem Schrank und zog sich um. Das Kleid trug sie nur bei besonderen Anlässen und schließlich sollte heute ja ein großer Tag werden. Nach dem sie ihr Outfit abgerundet hatte, schnappte sie sich ihre Handtasche und eilte zurück zur Weihnachtsfeier. Gerade rechtzeitig angekommen, begrüßte sie schon jeden einzelnen Mitarbeiter und zeigte sich gut gelaunt. Die Geschäftsführer hatten nun ihren Auftritt bei der traditionellen Weihnachtsansprache.

Nach der Ansprache stürzten sich wie immer alle zuerst aufs Buffet und hatten auch im weiteren Verlauf des Abends großen Spaß. Es wurde getrunken, geflirtet und jeder schien eine gute Zeit zu haben. Claudia kribbelte es in den Fingern und sie schaute oft auf die Uhr. Um kurz nach Neun war es soweit und sie bat alle Anwesenden um ihre Aufmerksamkeit. „Wie ihr wisst, sollte es dieses Jahr viele besondere Überraschungen geben“, sagte Claudia mit fester Stimme. Der Satz wurde mit Applaus empfangen und Claudia zeigte mit einer Handbewegung auf eine Tür. Die Kolleginnen und Kollegen verdrehten ihre Köpfe.

Der gebuchte Weihnachtsmann betrat Saal und der Applaus wurde lauter. Die Leute waren sichtlich begeistert und es wurde viel gelacht. Nur einige Abteilungsleiter fielen Claudia auf. Die wurden ganz blass und fingen an, mit ihren Sitznachbarn zu tuscheln. Sie störte sich nicht weiter daran und beobachtete den Weihnachtsmann, der durch die Reihen zog und kleine Geschenke an die Mitarbeiter verteilte. Nach wenigen Minuten war sein Auftritt vorbei und er verließ den Raum unter erneutem Applaus. Claudia lehnte sich zufrieden in ihrem Stuhl zurück und nahm einen großen Schluck Sekt aus dem Glas. Sie war zufrieden.

Viele Wege führen zum Ziel

Ein Abteilungsleiter stand auf und sprach mit kleiner Stimme in das Gemurmel der Weihnachtsfeier. Die Tür ging wieder auf und ein weiterer Weihnachtsmann betrat den Saal. Kurze Zeit später zwei weitere. Nach einer halben Stunde waren insgesamt fünf verschiedene Weihnachtsmänner auf der Feier und das Gelächter wurde immer lauter. Es hatten wohl verschiedene Abteilungen die gleiche Idee gehabt. Viele krümmten sich vor Lachen und es war ein großer Spaß. Nur Claudia lag ein Stein im Bauch. Alle hatten die gleiche Idee und somit wird sie keine Anerkennung für ihre coole Idee mit dem Weihnachtsmann bekommen, dachte Claudia. Sie hatte sich doch so viel von dem Abend versprochen.

Einer der Geschäftsführer rief in dem Raum „Wahnsinn. Alle Abteilungen ziehen an einem Strang, das beeindruckt sehr!“. Claudias Stein wurde zu einem Felsen. Ihr Chef schaute sie an und fing an zu lächeln. „Also, so eine lustige Weihnachtsfeier hatten wir noch nicht.“, sagte er nun ein wenig leiser und an Claudia gerichtet. Claudia jedoch wollte am liebsten weglaufen. Die Feier ging weiter und die Stimmung blieb ausgelassen.

„Wir müssen mal über Ihre Beförderung reden“, hörte Claudia von der Seite. Ihre Augen wurden groß, als sie sich umdrehte und in die Augen des Geschäftsführers blickte. „Das haben sie wirklich alles toll organisiert.“, sprach er weiter. Die Freude in den Augen von Claudia wurde immer größer, sie nahm den letzten Schluck Sekt aus dem Glas und erwiderte: „Das Wichtigste ist, dass alle eine tolle Feier genießen und sich amüsieren.“ Ihr Chef nickte und schenkte ihr lächelnd Sekt nach. „Auf eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit“ sagte er und stieß mit Claudia an.

 

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